Ida reflektiert · Leserückblick

Idas Leserückblick | April 2019

Nachdem der März mir eine sehr wechselhafte Leseliste beschert hatte, konnte mich der Lesemonat April mit einer ganzen Reihe an großartigen Geschichten erfreuen. Übrigens ein sehr random fun fact zu meinem Lesestapel: passend zum wunderbaren Grün der Natur befand sich jedes Cover meiner April-Lektüren im grünen Farbspektrum – und das ganz unabsichtlich! 


 

A U S G E L E S E N E    B Ü C H E R    I M   A P R I L

Tatsächlich musste ich soeben Mund und Augen ganz weit aufsperren vor Überraschung, denn im April habe ich so viele Bücher gelesen wie noch in keinem Monat dieses Jahres. Sage und schreibe 9 Bücher habe ich ausgelesen – da macht es sich einfach bemerkbar, dass ich Urlaub hatte und trotz meines Schreibprojektes die meiste Zeit mit der Nase in einem Buch steckte. Der April-Lesestapel besteht aus einer Fantasy-Trilogie, dem letzten Teil einer weiteren Fantasy-Reihe, einem sehr düsteren Manga, einer blutrünstigen Märchen-Neuerzählung, einem historisch-literarischen Sammelband bestehend aus Erzählungen und einem Re-read eines meiner Lieblingsbücher aus dem retelling-Bereich.

 

K a i    M e y e r    –    D i e    M e r l e – T r i l o g i e
Da begab sich eine mittelgroße Ida zum Ausmisten auf den Dachboden ihrer Eltern, und was fand sie unter all dem alten Krimskrams? Natürlich! Ganz viele Kisten mit Büchern, die ihre Wohnung sprengen würden. Darunter befand sich die Fantasy-Reihe von Kai Meyer, deren erste zwei Bände ich vor über 15 Jahren gelesen habe (und an die ich mich kaum erinnern konnte). Innerhalb kürzester Zeit bin ich durch diese drei Bände, “Die Fließende Königin”, “Das Steinerne Licht” und “Das Gläserne Wort”, hindurch geflogen und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Zu Merle und ihren Abenteuern rund um die geheimnisvolle Stadt Venedig werde ich euch in einer ganz besonderen Beitragsreihe gemeinsam mit einer anderen, wunderbaren Bloggerin noch mehr erzählen. Seid gespannt, was da magisches auf euch zukommt! 🙂

LesemonatApril_04


K a i u    S h i r a i  /  P o s u k a    D e m i z u    –    T h e    P r o m i s e d    N e v e r l a n d

Wie lange schon habe ich den ersten Band dieser Manga-Reihe schon angeschmachtet, wie er da so hübsch in meinem Regal stand – und im April habe ich ihn endlich aus seinem SUB-Schlummer erlöst. Das Cover ist so niedlich, und dann liest man, es sei ‘ein düsteres Mystery-Spektakel’ – spätestens da wusste ich, dass dieser Manga mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genau meinen Geschmack treffen würde. Und die Geschichte der Waisenkinder Emma, Norman und Ray ist wunderbar gezeichnet und packend und gruselig! Was bin ich froh, dass ich es als eines der Bücher während meines Mini-Lesemarathons am Welttag des Buches gewählt habe. 😀

 

S t e f a n    Z w e i g    –    S t e r n s t u n d e n    d e r    M e n s c h h e i t
Relativ gegen Ende des Lesemonats habe ich mit meinem April-Klassiker begonnen. Schon die ‘Schachnovelle’ von Stefan Zweig konnte mich letztes Jahr so von Zweigs Schreibstil überzeugen, dass ich mich an seine literarische Auseinandersetzung mit historischen Sternstunden gewagt habe. Und ich kann nur sagen: was für ein Buch! Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber meine Erwartungen wurden absolut übertroffen. Zweig beschreibt schicksalshafte Begebenheiten, die das Gesicht unserer Welt für immer veränderten, so literarisch ansprechend, dass ich es möglichst jedem Leser, der es noch nicht gelesen haben sollte, wärmstens empfehlen möchte.
Zur ausführlichen Rezension des April-Klassikers geht es hier entlang.

Zweig_Sternstunden_01

 

J . R . R .    T o l k i e n    –    D e r    H e r r    d e r    R i n g e :    D i e    W i e d e r k e h r    d e s    K ö n i g s
Keines der vorherigen Bücher der Reihe habe ich so schnell durchgelesen wie den dritten und letzten Band der Herr-der-Ringe-Reihe von J.R.R. Tolkien.  Schon zu Beginn des Monats lag das Buch in Null Komma Nix beendet vor mir, und ich war noch lange danach gefangen von der wundervollen, fantastischen und unglaublich komplexen Geschichte. Ich bin vielleicht kein Tolkien-Fan der ersten Stunde, aber ich habe seine Geschichten so lieb gewonnen, wie man es sich nur vorstellen kann. Demnächst könnt ihr euch dann wieder auf einen Ida liest sich nach Mittelerde-Beitrag freuen, in dem ich euch erzählen werde, wie es mir auf der letzten Reise zum Schicksalsberg ergangen ist.

 

C h r i s t i n a    H e n r y    –    A l i c e 
Tja, was soll ich sagen: endlich habe ich die Dilogie ‘The Chronicles of Alice’ von Christina Henry begonnen! Diese aus zwei Bänden bestehende Reihe ist eine Neuinterpretation des Märchens ‘Alice im Wunderland’ von Lewis Carroll, und ich war schon ganz gespannt darauf, was Christina Henry aus dem bekannten Stoff zaubern würde. Der erste Band, ‘Alice’, ist so blutrünstig und düster, wie ich es mir versprochen hatte. Die Geschichte handelt von der jungen Alice,  eine wohlbehütete Tochter aus der reichen und bewachten Gegend von New City, die wortwörtlich vom Weg abkam. Als sie später schrecklich zugerichtet wieder auftaucht und von einem Mann erzählt, der gleichzeitig ein Hase ist, wird sie in eine psychiatrische Einrichtung gesteckt. Doch mit ihrem Ausbruch beginnt erst das wilde Abenteuer.
Jetzt kann ich es kaum erwarten, den zweiten Teil, ‘Red Queen’ zu beginnen…

LesemonatApril_05

 

C h r i s t i n a    H e n r y    –    L o s t    B o y
Und noch ein Buch von Christina Henry habe ich diesen Monat beendet. Schon als ich euch in meinem Beitrag zum Welttag des Buches von meinen liebsten Märchen-Neuinterpretationen erzählt habe, hatte ich Lust auf einen Re-Read. Und als kleine Vorfreude auf meinen Geburtstag (und weil ich förmlich dazu angestiftet wurde *hust*) habe ich einen Tag vorher (und damit am letzten Tag vom April) ‘Lost Boy’, eine Neuinterpretation von Peter Pan, gelesen und wieder vollgeheulte Taschentücher neben mir gestapelt. Innerhalb von knapp fünfeinhalb Stunden hatte ich das Buch durch – und ich werde es euch jetzt einfach noch einmal empfehlen, denn es ist einfach SO GUT.
Sollte dieses Buch bis jetzt an euch vorbei gegangen sein, findet ihr hier die Rezension zu ‘Lost Boy’.

LostBoy3

 

N e i l    G a i m a n    –    F o r t u n a t e l y ,    t h e    m i l k
EDIT: Da habe ich doch glatt das erste Buch vergessen, das ich im April ausgelesen habe: die kurze und dennoch großartige Geschichte ‘Fortunately, the milk’ von Neil Gaiman! Und es war so unterhaltsam und spannend und herrlich abstrus – eine Gute-Nacht-Geschichte der ganz besonderen Art. Und erst die Illustrationen von Chris Riddell! In einem Rutsch hatte ich das Buch beendet, und ich bin sicher, dass ich die Geschichte um einen eigentlich ganz schnöden Milch-Kauf (der dann plötzlich so ganz und gar nicht schnöde verläuft) noch ein zweites, drittes und viertes Mal lesen werde. Hier geht’s zur kleinen aber feinen, englischen Kurzrezension!

Gaiman_Milk_02b


Jetzt seid ihr gefragt: Wie war euer Lesemonat April? Welche Bücher haben euch besonders bewegt, erstaunt oder glücklich gemacht? 

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6 thoughts on “Idas Leserückblick | April 2019

  1. Wow, da hast du unglaublich viel gelesen! Das „Alice“-Buch und die Bücher von Kai Meyer muss ich mir unbedingt vormerken, die klingen sehr spannend. Ebenso wie das Buch von Neil Gaiman. Ich mag seine Geschichten 😊

    Ganz liebe Grüße und einen ebenso tollen Lesemonat Mai wünsche ich dir 😉
    Jacqui

    Liked by 1 person

    1. Hihi, das stimmt! 😀 Ich kann mich gar nicht erinnern, jemals in meinem Leben so viele Bücher in einem Monat gelesen zu haben. xD
      Neil Gaiman ist einfach wunderbar! Und die Merle-Trilogie ist zwar schon 18 Jahre alt (letztens erst nachgerechnet, wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht!), hat aber nichts von seinem Zauber eingebüßt. 🙂 Hach ja, und Alice… was für eine schaurig-schöne Geschichte! Bin jetzt sehr gespannt auf den zweiten Band – er hat schon mal viel versprechend begonnen. 😉

      Dir auch einen schönen Lesemonat Mai!
      Ida 🙂

      Liked by 1 person

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