Idas Teekränzchen

Idas Teekränzchen #17 | Warum es ok ist, in Bücher hineinzuschreiben

In letzter Zeit habe ich mich mit meinem Blog auseinandergesetzt und damit, für welche Art von Beiträgen ich die Rubrik ‚Idas Teekränzchen‘ überhaupt erst ins Leben gerufen habe. Nicht unbedingt für Neuzugänge oder Tags und Challenges, die ja zugegebenermaßen auch wahnsinnig viel Spaß machen, aber hauptsächlich für meine Gedanken zu allem, was die Welt der Bücher betrifft. Und heute geht es zum ersten Mal seit Langem wieder gewissermaßen back to the roots.

Mein letzter Beitrag zu meinen Lesegewohnheiten hat mich zum Nachdenken gebracht und mich letztendlich vor die Frage gestellt, ob es eigentlich ok ist, sich in Büchern zu verewigen. Ob mit Bleistift, Kugelschreiber, Post-Its, Leuchtmarkern oder anderem Schreibwerkzeug, gerade in Uni-Büchern (sowohl in Primär- als auch Sekundärliteratur) habe ich viel von mir und meinen Gedanken zurückgelassen. Natürlich ist es in Ordnung, in seine eigenen Bücher zu schreiben, zu malen, zu kritzeln, solange es auch wirklich die eigenen sind (und nicht etwa die der Bibliothek oder von Freunden und Bekannten). Warum auch nicht? Abgesehen davon, dass viele Menschen bestimmte Präferenzen haben, was den Unberührbarkeits-grad ihrer Bücher angeht, ist es jedem Leser selbst überlassen, in welchem Zustand sich die Bücher befinden, die er liest oder wie er sich mit der Lektüre auseinandersetzt. Aber das kommt von jemandem, der ungenutzten Büchern die Seiten entreißt, um damit andere Bücher zu umhüllen… nun ja. Das ist eine andere Geschichte.

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F R E M D E    S P U R E N    I N    G E B R A U C H T E N    B Ü C H E R N

Früher fand ich es höchst ärgerlich, wenn ich gebrauchte Bücher online gekauft hatte und beim Auspacken und Durchblättern feststellen musste, dass mittels Kugelschreiber Notizen hineingekritzelt oder Zeilen wie in hoher Seenot (aka ohne Lineal) unterstrichen wurden. Das macht doch den ästhetischen Mehrwert des Buches völlig zunichte, war jedes Mal mein Gedanke. Und auch wenn ich es immer noch nicht verstehen kann, warum man einen permanenten Stift (Kuli, Füller, Fineliner) nutzt, um seine Gedanken im Buch festzuhalten, wenn es doch ein weniger invasiver Bleistift auch tun würde, so habe ich gelernt, diese fremden Spuren in gebrauchten Büchern für mich zu nutzen und mich sogar auf diese fremden Gedanken zu freuen. Gerade in der Forschungsliteratur waren Unterstreichungen und an den Rand gekritzelte Notizen für mich schon oft Gold wert, weil es durchaus passieren kann, dass man irgendwann während der Arbeit an einer Hausarbeit oder der Vorbereitung für einen Kurs den Faden (und ja, manchmal auch den Kopf) verliert. So ein kleiner Stupser in die womöglich richtige Richtung erweist sich dann doch oft als sehr hilfreich. Außerdem finde ich es interessant zu sehen, welche Stellen in einem Buch für andere Leser bedeutsam waren – und vor allem warum. Kommentierende Kritzeleien wie: ‚omg whyyyyy‘ haben mich auch schon oft zum Lachen gebracht, gerade dann, wenn ich an besagter Stelle genau dasselbe empfand.


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E I G E N E      S P U R E N    I N    B Ü CH E R N

Und ja, auch wenn ich momentan eher der Typ von Leserin bin, die berührende, wichtige, oder aussagekräftige Stellen mithilfe von kleinen Post-Its für spätere Zeitpunkte markiert, habe ich selber schon meine Gedanken mit Bleistift in Büchern verewigt, Zeilen unterstrichen und selbst klebende Notizzettel, eng beschrieben, auf Seitenanfänge geklebt.

Das beste Beispiel dafür ist mein Lieblingsbuch, „The Picture of Dorian Gray“ von Oscar Wilde, das ich für eine Hausarbeit in einem Kurs der Anglistik Seite für Seite, Wort für Wort untersucht habe – und ich liebe es, dieses völlig zerknitterte Buch an mich zu nehmen, all die Post-Its an den Seiten zu sehen, es aufzuklappen und darin ohne Ende Notizen zu finden. Bleistiftspuren von Gedanken, Entwürfen, Ideen, die mich immer an Tage voll intensiver Recherche und Analyse der Geschichte erinnern. Aber vor allem erinnert es mich an die eine Nacht, in der ich das Buch zum zweiten Mal ausgelesen hatte und um drei Uhr nachts einen Geistesblitz nach dem anderen hatte. Die Spuren davon finden sich quer über das ganze Buch verteilt, mit Verweisen auf andere Seiten, Pfeilen und Ausrufezeichen, umkringelten Passagen und mit gelbem Marker hervorgehobenen Dialogen zwischen den Charakteren.

Und genau das liebe ich: Dass ich, wenn ich das Buch erneut hervorhole, es einer Schatzkiste gleich öffne und sich mir Schätze in Form von Gedanken und Geistesblitzen offenbaren, die einer Zeit angehören, in der mein Horizont und auch mein eigener Erfahrungsreichtum ein anderer war. Nicht besser oder schlechter – aber anders, und deshalb so unvergleichlich spannend, es mit seinem aktuellen Stand zu vergleichen. Oft fallen einem beim erneuten Lesen ganz andere Stellen auf als noch beim ersten Mal, oder es berühren einen plötzlich ganz andere Aspekte des Buches, denen man vorher nur wenig Beachtung geschenkt hat. Außerdem ist es richtig schön, ab und an vor seinen Büchern zu stehen, eines herauszuziehen, an einer markierten Stelle aufzuschlagen und noch einmal eine Stelle zu lesen, die einen bewegt hat. Es ist wie ein kurzes Eintauchen in einen See, in dem man zuvor tagelang gebadet hat. Ein Feuerwerk der Gefühle, nur für einen kurzen Moment.


Wie steht ihr zu Spuren in Büchern – seien es die eigenen oder fremde, die bestimmte Stellen markieren – liebt ihr es, hasst ihr es oder steht ihr dem Ganzen neutral gegenüber?


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29 thoughts on “Idas Teekränzchen #17 | Warum es ok ist, in Bücher hineinzuschreiben

  1. Liebe Ida,
    du sprichst mir hier aus der Seele. Auch wenn ich momentan eher in einer Phase bin, wo ich mich in Büchern nicht dauerhaft verewige, sondern dies eher mittels Post-it’s tue (ja, bei mir sind das Phasen), finde ich es ebenfalls total spannend zu sehen, was mein früheres Ich (oder der Vorbesitzer bei Secondhand Büchern) so rein gekritzelt hat. Manche Gedanken kommen einem nämlich immer wieder an der gleichen Stelle beim Lesen, andere sind total abhängig von der Stimmung oder der momentanen Lebenssituation. Und grad bei Secondhand Büchern sind sie auch ganz of ein Stups in eine neue Richtung.
    Wenn es dir recht ist, werde ich deinen Beitrag in meinem nächsten Bloggestöber verlinken.

    Einen guten Wochenstart sei gewünscht!
    Daniela

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    1. Hallo liebe Daniela!

      Danke für deinen lieben Kommentar! Schön, dass es noch jemand so spannend findet, was sich alles in Secondhand-Büchern finden lässt – Gedanken, kleine Notizen und Kritzeleien – und wie man zu bestimmten Themen oder Stellen im Buch zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben gedacht hat. Das finde ich so schön – schon der Anblick der von Post-It’s übersehenen Seiten löst bei mir mittlerweile richtige Glücksgefühle aus! 😀

      Aber natürlich darfst du mich in deinem nächsten Bloggestöber verlinken, darüber freue ich mich sogar sehr! 🙂

      Ich wünsche dir ebenfalls einen tollen Start in die neue Woche!
      Ida

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  2. Ich bin eine derjenigen, die definitiv mit Kuli, Füller oder FIneliner in ihre Bücher schreibt 🙂 Ich schreibe einfach nicht gerne mit Bleistift, das sieht man – finde ich- immer so schlecht und wird so unordentlich, deswegen sind die Bücher, in die ich hineinschreibe voll mit bunten Farben und ohne Lineal unterstrichenen Zeilen…Aber ich liebe das, das kennzeichnet für mich persönlich total, dass ich mich intensiv damit beschäftigt habe, herrlich, wenn das Bich dann so richtig schön zerfleddert ist!
    Viele Grüße vom Marillenbär

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    1. Aaah, so eine bist du also! 😀 Ich kann mir aber vorstellen, dass das auch so seinen Charme haben kann – vor allem, wenn dann das Buch in allen Regenbogenfarben zum Leben erwacht, wenn man mit vielen verschiedenen Farben arbeitet.
      Die Bücher, die ich meinte, waren Bibliotheksbücher, und in denen wurde teilweise so ungünstig mit Kuli unterstrichen, dass man die Zeilen kaum noch lesen konnte. xD Da finde ich das dann extrem unschön. 😀 Aber im eigenen Buch ist das kein Ding, da geht das ja eh nur einen selber was an. 🙂 Und ich stimme dir voll und ganz zu, es gibt Bücher in meinem Regal, die sind komplett zerfleddert und zerlesen – und genau das mag ich an ihnen so.

      Liebste Grüße,
      Ida

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  3. Huhu Ida,
    zu erst einmal; ich finde deinen Text echt super!
    Ich selbst bin so eine, die gerne nur Post its herein klebt, manchmal schreibe ich etwas drauf. Es kommt immer ganz drauf an, wie ich mich fühle. In der Schule habe ich mich gerne in Büchern verewigt und fand es auch toll, Notizen anderer zu finden. Irgendwie hat man sich dadurch verbunden gefühlt, auch wenn sich das jetzt womöglich total unsinnig anhört. Eigentlich sind es ja Fremde, denen wir zuhören, die einem gar helfen irgendetwas zu verstehen. Leider habe ich bisher keine gebrauchte Lektüre erwischt, die ein paar Notizen enthält, aber ich würde es sehr, sehr spannend finden.
    Ich wünsche dir auch einen schönen Start in die Woche!
    Lisa💕

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    1. Hallo liebe Lisa!

      Ah, vielen Dank! 🙂 Genau das Gefühl habe ich auch jedes Mal – man denkt sich so etwas wie: wir haben alle diesen Text gelesen und hatten zu der einen oder anderen Stelle etwas zu sagen. Es ist wie Kommentieren im Internet, nur dass das, was einer schreibt, erst wieder von demjenigen gelesen werden kann, der es als nächstes in die Hand bekommt. 😀 Im Geiste danke ich dann auch immer denjenigen, die mich mit ihren kleinen Notizen oder Unterstreichungen auf einen neuen Gedanken gebracht haben. 😀
      Vielleicht findest du ja irgendwann ein Buch, in dem jemand seine Gedanken verewigt hat – ich drück’ schon mal die Daumen, denn sowas ist echt spannend! 😀

      Liebste Grüße,
      Ida ❤

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  4. Huhu Ida,

    ich sehe das genau wie du und finde deinen Post ganz wunderbar!
    Ich selbst habe schon immer Post-It’s in meine Bücher geklebt um bestimmte Stellen zu markieren, inzwischen bin ich da aber auch mutiger unterwegs. Da werden schon einmal Textstellen angestrichen oder auch eine Notiz am Rand vermerkt. Mich stört das nicht – und ich selbst mache das auch nur bei Büchern die ich definitiv behalten werde. Zumindest wenn es um nicht mehr entfernbare Markierungen geht. 🙂

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Hi liebe Katja!

      Ach, das freut mich! 🙂 Ich finde, wenn man sich einmal damit angefreundet hat, bestimmte Stellen in seinen Büchern zu markieren, dann wird man auch mit der Zeit immer mutiger. 🙂 Mir geht es da wie dir, mittlerweile markiere ich auch gerne mal mit Marker, wenn mir etwas besonders ins Auge sticht – und zwar nicht nur in meinen Uni-Büchern. 😉

      Liebste Grüße,
      Ida

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  5. Hey Ida!❤
    Was für ein cooler Post!😍 Ich selbst bin bei sowas ja höchst pingelig und würde mich wahrscheinlich schon aufregen, Kritzeleien in meinem Buch vorzufinden🙈❤ Allerdings finde ich Post-Its die perfekte Lösung und greife selbst ab und zu mal dazu🙈❤
    Liebe Grüße ♡

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    1. Danke dir! 🙂 Haha, das kann ich aber auch verstehen! Und Post-Its kann man ja zum Glück immer wieder ohne Rückstände entfernen, die perfekte Alternative zum Gekritzel 😀
      Liebste Grüße,
      Ida ❤

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  6. Liebe Ida,
    ich sehe es genau wie du. Während des Studiums habe ich Bücher geliebt, in denen schon wichtige Dinge untermalt waren. Das waren wirkliche Lebensretter ❤
    Ich markiere mittlerweile auch lieber mit kleinen Post Its, habe letztens aber erst in einem Buch gestöbert, in dem ich Lieblingszitate mit Bleistift unterstrichen hatte und ich war echt gerührt. Wie du sagst, es ist eine Schatzkiste, die man öffnet und ich glaube, ich möchte jetzt wieder öfter Bücher lesen und in ihnen ein paar Anmerkungen machen.
    Hast du schon mal etwas von Wanderbüchern gehört? Auf sowas hätte ich auch mal total Lust!
    Liebe Grüße,
    Janika

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    1. Liebste Janika,

      Ohja, ob es nun ein kleiner Lebensretter in Unibüchern ist oder die Erinnerung an Lieblingszitate von unserem Vergangenheits-Ich, es ist einfach herrlich! ❤
      Von Wanderbüchern habe ich noch nie gehört! Was darf man sich denn darunter vorstellen? 🙂

      Liebste Grüße,
      Ida

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      1. Ein Wanderbuch ist quasi ein Buch, das ich mir kaufen würde und während ich es lese, schreibe ich in dem Buch meine Gedanken zu den Passagen auf. Ob lustig, traurig oder sonstwie ist dabei ganz egal. Man hält seine Stimmung einfach darin fest und unterstreicht die liebsten Passagen. Wenn ich es durchgelesen habe, würde ich das Buch bspw per Post an dich schicken und du würdest das gleiche tun, meine Gedanken noch ergänzen und deine eigenen reinschreiben. Dann würdest du es wieder an eine Person schicken, die das gleiche mache und irgendwann landet das Buch wieder bei mir und ich habe ein ganz buntes Buch mit unglaublich vielen Gedankengängen 😊

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      2. Oh wow, das ist so eine wahnsinnig schöne Idee! ❤ Bei sowas wäre ich sofort dabei! Falls du also mal Lust hast, so eine Wanderbuch-Aktion zu starten, kannst du auf mich zählen – ich liebe sowas! 😀

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      3. Das find ich klasse! Da merke ich mir dich auf jeden Fall! Man braucht nur ein Buch, das möglichst vielen (vielleicht so fünf Leuten) gefallen könnte 😊 Aber vielleicht fällt mir da bald eins ein 😍

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  7. Hey Ida, ich bin auch so eine. Ohne Bleistift kann ich kein Buch lesen. Ich liebe es für mich wichtige Sätze zu unterstreichen oder zu markieren. Das Buch, was ich in der Hand habe, habe ich nur für mich gekauft. Es hat MICH angesprochen, es ist in MEINEM Besitz. Und meist bleibt es das auch. Ich kann also mit dem Buch tun und lassen was ich will. Wenn ich besonders schöne Bücher gelesen habe und mir denke: “Das wird meine Tochter vielleicht auch mal lesen, wenn sie größer ist.” dann schreibe ich sogar kleine Botschaften für sie in das Buch rein. Oder wenn ich es zum Bsp. im Zug mit ihr zusammen gelesen habe, dann schreibe ich Ort und Datum auf die Seite die ich gerade lese, während sie neben mir sitzt und ihr Kinderbuch liest. ❤

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    1. Hi du! ❤

      Das hast du schön gesagt! Und es stimmt ja auch – wenn es dein eigenes Buch ist, dann darfst du damit auch kreativ werden, ganz egal wie. Und wie unfassbar süß ist es bitte, dass du deiner Tochter kleine Botschaften in Büchern hinterlässt? *-* Sowas finde ich so wunderbar! Ich stell mir gerade vor, wie sehr ich mich darüber freuen würde, wenn meine Eltern mir kleine Notizen in ihren Büchern hinterlassen würden – das ist wirklich eine einmalig schöne Idee.
      Ich wünsche dir noch einen wundervollen Tag! 🙂

      Liebste Grüße,
      Ida

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  8. Hallo, Ida!
    Ich muss zugeben, ich kann es nicht sagen. Ich weiß nicht, was mich davon abhält, in ein Buch reinzuschreiben. Im Grunde sehe ich, warum in Bücher reinzuschreiben, möglicherweise eine schöne Sache ist. Ich kann theoretisch verstehen, warum mein Bruder seine Ausgabe von Herr der Ringe liebt, die Bissspuren und Wasserschäden und Leserillen hat. Aber irgendwie könnte ich mich nicht dazu durchringen. Irgendwie schüttelt es mich, wenn ich ein gebrauchtes Buch bekomme, das bereits voller Notizen ist. (Auf der anderen Seite freue ich mich immer, wenn ich ein gebrauchtes Buch bekomme, das offenbar mal verschenkt worden ist. Weihnachts- und Geburtstagswünsche und ähnliches auf der ersten Seite.)
    Ach, bei diesem Thema habe ich immer das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Ich könnte hier jetzt noch einige Gedanken aufführen, komme mir dabei aber halsstarrig vor, vor allen Dingen, weil ich nicht mal Gegenargumente aufführen kann. 😛 Vielleicht sollte ich es bei einem weniger geliebten Buch einfach mal ausprobieren?
    LG, m

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    1. Hallo m!

      Ich kann es verstehen, dass man nicht in seine Bücher schreiben will oder es nicht besonders toll findet, wenn ein Buch zerfleddert und offensichtlich sehr, sehr durchgelesen ist.
      Aber wenn du es ausprobieren willst, dann fang doch einfach mit ganz kleinen Sachen an, zum Beispiel winzige Notizen mit dem Bleistift, oder kleine Symbole am Rand für besonders tolle Stellen. 🙂

      Liebste Grüße,
      Ida

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  9. Hallo, Ida! 🙂

    Das ist ein wirklich schöner Post und ich bin froh, dass du dem Bücher-beschreiben so offen gegenüberstehst! Ich schreibe zwar selbst relativ selten in meine Bücher, aber das liegt oftmals einfach an meiner Faulheit, oder weil ich gerade keinen Stift in der Nähe habe.
    Wenn ich aber zum Beispiel an meine Wanderbücher denke, die ich mit mehreren Freundinnen gemeinsam gelesen und am Rande kommentiert habe, muss ich echt sagen, dass das vom Unterhaltungswert wirklich meine liebsten Stücke geworden sind – Selbst wenn mir die Story selbst gar nicht so gut gefallen hat. 😀 Auch über gebrauchte Bücher mit Randkommentaren freue ich mich meistens! In meiner Schulzeit habe ich mal eine Ausgabe von Lord of the Flies für einen Cent auf Amazon gekauft und das ist eins der lustigsten Leseerlebnisse meines Lebens geworden. ;D

    Übrigens: Die Bilder in diesem Beitrag sind wahnsinnig ästhetisch. Ich bin richtig neidisch! 😀
    Beste Grüße, Isa.

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    1. Hallo, liebe Isa! ❤

      Ach, das kenne ich zu gut – man liest gerade gemütlich und ist viel zu faul um einen Stift zu holen. 😀 Dafür habe ich immer Post-Its ganz hinten in dem Buch, das ich gerade lese (oder welche in der Tasche, die ich unterwegs dabei habe). So kann ich dann wenigstens die Stelle festhalten, die ich mir merken will.
      Am liebsten würde ich jetzt selber einen Blick in diese Lord of the Flies – Ausgabe werfen! 😀 Ist es nicht schön, was für besondere Leseerlebnisse man hat, einfach nur weil man in einem gebrauchten Buch liest? Ich liebe so etwas!

      Das ist so lieb von dir, danke! Ich war auch gleich ganz begeistert und habe wild rumgequietscht, als ich die Fotos gemacht habe. Blumen eignen sich aber auch immer so wunderbar in Kombi mit Büchern! 😀

      Liebste Grüße,
      Ida

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  10. Liebe Ida,

    ein wirklich toller Beitrag!
    Ich kann es sehr gut nachempfinden, wenn man sich in seinen gelesenen Büchern “ausleben” möchte. Ich mache das wenn überhaupt eher in älteren Büchern oder englischen, dann aber eher mit Bleistift, ansonsten gibt es einfach nur Post-its.
    Da muss einfach jeder seinen Weg finden, wie er damit am glücklichsten ist 🙂

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Liebe Jill,

      Dankeschön! 🙂 Mit Bleistift hat man auch immer so das Gefühl, dass man es zur Not auch wieder rausradieren kann, sollte man das Buch weggeben wollen. Ich stimme dir voll und ganz zu – ob mit Post-its, Stiften oder ähnlichem – Hauptsache, man selber ist damit zufrieden. 😉

      Liebste Grüße,
      Ida ❤

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  11. Hey!
    Ein richtig schöner Beitrag, danke dafür.
    Er sorgt dafür, dass ich meine eigene Einstellung zu dem Thema hinterfrage und merke, dass es doch eigentlich gar nicht sooo schlimm wäre, mal in Bücher zu schreiben.
    Ich stehe dem eigentlich mit gemischten Gefühlen gegenüber, einerseits möchte ich, dass meine Bücher lange wie neu aussehen, Knicke, Rillen etc gehen gar nicht. Andererseits wäre es doch ganz schön, beim erneute Durchblättern auf bestimmte Notizen zu stoßen, die mich an das Lesen und die Gedanken, Gefühle dabei erinnern. ❤

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Hey Nicci!

      Vielen lieben Dank ❤
      Ich kann auch ganz gut nachvollziehen, warum man es nicht mag, wenn die eigenen Bücher richtiggehend 'zerlesen' aussehen. Früher hat es mich auch richtig gestört, Leserillen und Knicke an meinen Büchern zu sehen, weshalb ich auch lange einen Bogen um günstigere, gebrauchte Bücher gemacht habe. Das schönste Beispiel war jedoch das Leseerlebnis mit meiner Cousine, als wir ca. 12 Jahre alt waren: Sie war mit dem Ende einer Geschichte, die wir gemeinsam gelesen haben, nicht zufrieden (offenes Ende; ging bei ihr damals gar nicht), und deshalb hat sie auf die letzten freien Seiten ihr eigenes Ende geschrieben. Ich weiß noch, wie fuchsteufelswild ich war, und heute schreibe ich selber in meine Bücher. 😀

      Aber gerade diese Erinnerungen daran, was man gefühlt und gedacht hat, als man die Bücher zum ersten Mal gelesen hat – das finde ich ganz großartig. ❤

      Liebste Grüße,
      Ida

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      1. Günstige gebrauchte kaufe ich mittlerweile selten, wenn dann nur im sehr guten Zustand und das heißt leider auch nicht immer was 😦

        Ach nein, das ist ja cool, dass sie sich quasi ein eigenes Ende überlegt hat 😀 Manchmal kommt einem sowas in den Sinn, haha. Gerade wenn Bücher so offen enden.

        Das glaube ich ❤

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